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Widerstand gg die Staatsgewalt die Anklage- Zivilcourage sagt die Verteidigung

Spiegel Online

 

Widerstand gg die Staatsgewalt die Anklage- Zivilcourage sagt die Verteidigung

 

LG f. Strafsachen in Wien       Verhandlung am 8.4.2015


Jahn B. wird an diesem Tag im LG 1 für Strafsachen der Prozess gemacht.

Die Anklage Widerstand gegen die Staatsgewalt. So die Aktenlage und so die Anklage. Rechtsanwältin Nadja Lorenz wird den Ageklagten vertreten. Die prominente Rechtsanwältin Lorenz ist zumeist dort vor Ort, wo es um Polizeiübergriffe geht. Und dass Widerstand gegen die Staatsgewalt oft mit Polizeiübergriffen einher geht, haben die letzten Wochen- der "Falter" machte mehrere Polizeiübergriffe öffentlich- gezeigt. Richterin Katharina Adegbite-Lewy wird über die Anklage der Staatsanwältin zu urteilen haben. Die Verteidigung will darlegen, dass Jahn B. nach dem Fest der Freiheit am 4.6.2014 , die Polizei darauf aufmerksam machen wollte, dass der von der Polizei Festgenommene  Hüseyin S. schwer verletzt gewesen war- die Folge davon Jahn B. wurde kurz darauf selbst unsanft  von WEGA Beamten festgenommen.

 

 

Rechtsanwältin Nadja Lorenz

 

Sind Polizeiübergriffe in Wien an der Tagesordung? Sind es nur schwarze Schafe der Polizei, die während ihres Dienstes selbst - durch unnötige Gewaltanwendung, oder durch Körperverletzung- strafrechtlich relevantes Verhalten an den Tag legen? Rechtfertigt für diese Beamte die Tatsache, dass sie selbst Polizisten sind, straffälliges Verhalten, weil sie denken, selbst über dem Gesetz zu stehen?- und sind vor allem jene Bürger von Polizeiübergriffen betroffen, die eher dem linken politischen Lager zuzurechnen sind, oder auch nur so- von zumeist kahlgeschorenen WEGA Beamten- eingeschätzt werden. Wobei Verallgemeinerungen, wie z.B. kahlgeschorene Polizeibeamte, vor allem der 'WEGA', seien gewaltbereiter als andere Polizisten, eben auch nur Vorurteile sind. Hoffentlich.

Unter diesen Gesichtspunkten ist die Verhandlung im LG 1 f Strafsachen zu sehen. Wir werden über den Ausgang des Verfahrens weiter berichten.

 

06.04.2015

Autor: Michelle Knabl